MANUELLE LYMPHDRAINAGE

Was ist ein „Ödem“:

Das Ödem (v. griechisch „Schwellung“) ist eine Stauung im Gewebe aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit in das Gewebe aus dem Gefäßsystem.

Arbeitsweise:

Durch kreisförmige Verschiebetechniken, welche mit leichtem Druck angewandt werden, wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem verschoben.

Ziel & Wirkung:

Durch das Anregen der Lymphkapillare (Haargefäße) an der Hautoberflächen soll die sich angestaute Zellflüssigkeit im Gewebe in nicht betroffene Regionen abfließen können. Dadurch wird das oftmals empfundene Stauungsgefühl gelindert. Auch der Heilungsprozess nach Operationen kann durch eine Manuelle Lymphdrainage beschleunigt werden. In manchen Fällen kann auch bei Migräne-Patienten eine Linderung erzielt werden.

Wann wird die Manuelle Lymphdrainage angewandt / für wen ist die Manuelle Lymphdrainage geeignet:

  • Nach Verletzungen
    (z.B.: Prellungen, Hämatomen,…)
  • Nach Operationen

(z.B.: Hüfte, Knie, bei operativ behandelnden Brüchen, …)

  • Durch Medikamente entstandene Ödeme
  • Bei chronischen Venenleiden
  • Bei Schwangerschaftsödemen
  • Bei massiver Fettvermehrung (Lipödem)

Wann wird die Manuelle Lymphdrainage NICHT angewandt / für wen ist die Manuelle Lymphdrainage NICHT geeignet:

  • Bei bösartigen Tumorgeschehen. Erst nach Abschluss der Primärbehandlung (Chemotherapie / Bestrahlung) und Freigabe durch den behandelten Arztes.
  • Bei Nieren-, Leber-, und Darmerkrankungen
  • Bei akuten, fieberhaften, bakteriellen Entzündungen
  • Bei Herzerkrankungen

Behandlungsdauer / Intervall:

Eine Behandlung dauert zwischen 45 – 50 Min.

Ja nach Ausprägung und Ursache des Ödems (Stauung) kann auch täglich behandelt werden.

Achtung:

Nach einer Manuellen Lymphdrainage sollte UNBEDINGT darauf geachtet werden, dass der Körper keinen extremen Temperaturen (Kälte/Hitze) ausgesetzt ist, da sonst dem Behandlungserfolg massiv entgegengewirkt wird.

Ursprung & Geschichte:

Die Existenz der Lymphflüssigkeit und des zugehörigen Transportsystems war den Gelehrten schon ca. 500-600 Jahre vor Christus bekannt. Sie hatten allerdings keine Erklärungen für die Herkunft und Funktion des „weißes Blutes“, wie Hippokrates (460-370 v. Chr.) als einer der Ersten die Lymphflüssigkeit nannte. Etwa hundert Jahre später berichtete auch Aristoteles (384-322 v. Chr.) von einer farblosen Flüssigkeit, die er sowohl beim Menschen als auch beim Tier entdeckt hatte.

In den 1960er Jahren hat sich diese Therapie, welche von Vodder maßgeblich entwickelt wurde in Österreich und Deutschland etabliert. Die Therapeuten sind vornehmlich Masseure und Physiotherapeuten.

Kontakt:
Massageinstitut “Am Fuchsenfeld„
Am Fuchsenfeld 3
1120 Wien
Tel: 0699 / 107 66 200
E-Mail: massage@am-fuchsenfeld.at
Web: www.am-fuchsenfeld.at